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Jubiläumsschau 2015 - 20 Jahre Gruppe Süd 

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Bericht zur Jubiläumssonderschau in Schopfloch

Am 17./18. Januar fand in der schönen Wörnitzgrundhalle in Schopfloch die Jubiläumssonderschau zum 20- jährigen Bestehen der Gruppe „Süd“ statt. Unsere Sächsischen Farbentauben waren einreihig in Augenhöhe in fünfziger Käfigen mit Wellpappe und Hanfeinstreu bestens untergebracht. Aber nicht nur unsere Tiere fühlten sich in Schopfloch sehr wohl, auch die Züchter wurden preiswert im Vereinslokal versorgt. Unser herzlicher Dank ergeht an die Mitglieder des RGZV Schopfloch für die sehr angenehme Betreuung von Mensch und Tier. Unsere Sonderrichter Rudi Stephan, Anton Kollmann sowie Rainer Barth bewerteten die Sächsischen tadellos. Ihnen kann eine rassebezogene Bewertung bescheinigt werden.

            

Am Anfang standen 28 Sächsische Feldfarbentauben in fünf Farbenschlägen. Hermann Eisenschmid zeigte alleine 23 Tauben, eine starke Leistung. Vier blaue mit weißen Binden mit kräftigen Figuren und guter Grundfarbe. Schön, der mit Hv-Teller bewertete Jungtäuber mit feiner Bindenlage. Nur das Fußwerk sollte geschlossener sein. Die sechs schwarzen zeigten gute Binden und lackreiche Farbe. In der Brust voller und die Haltung waagerechter waren die Wünsche. Auch muss unbedingt auf eine bessere Schwingenfarbe geachtet werden. Es zeigt sich schon so ein leichter Saum am Schwingenabschluss. Wie schwer es ist rote Feldfarbentauben zu züchten, zeigten uns die fünf vorgestellten Tauben. Das mit Abstand beste Tier, eine Jungtäubin, hatte leider ein gebrochenes Auge. Die anderen kämpften mit der Bauch- und Keilfarbe sowie mit geschlossenem Fußwerk. Die Binden waren durchwegs sehr gut. Überzeugend die sieben gelben mit guter Haltung, Latschen und Bindenlage. Teils gleichmäßiger in der Farbe und reinere Schnabelfarbe sowie etwas mehr Körpergröße. V-SVB auf eine feine Alttäubin. Im Farbenschlag isabell mit weißen Binden, gezeigt von Matthäus Bauernfeind, gibt es noch viel Züchterarbeit. Kräftig im Körper aber meist zu hoch im Stand, dazu keine einheitliche Farbe und klare Binden. Auch die Latschen sollten geschlossener sein. Eine schwarze mit Haube die jedoch nicht an die Qualität der Glattköpfigen heran kam.

             

Weiter ging es mit 20 Sächsischen Weißschwänzen in vier Farbenschlägen. Zwei blaue mit weißen Binden hatten viele Angriffspunkte in Farbe, Binden und Fußwerk. Viel besser die vier Geschuppten mit feiner sauberer Schuppung und Grundfarbe. Fußwerk voller und mehr Brustfülle war gefordert. Hv-E auf eine feine Alttäubin von Maurer. Acht junge rote Weißschwänze mit guten Figuren und Haltung sowie Zeichnung. Teils in der Farbe satter, Latschen vorne voller und die Schildfeder glatter waren die Wünsche. Hv-Teller auf eine schöne Jungtäubin von Bauernfeind. Von den sechs jungen gelben Weißschwänzen von Bauernfeind gezeigt stach kein Tier besonders hervor. Alle kämpften mit einer glatteren Feder, breiterer Latschenfeder und fehlenden Rückenschluss. Die Typen stimmten, auch farblich waren sie zusagend.

Wo waren die vielen Sächsischen Pfaffentauben der letzten Jahre? Gerade einmal 4 gelbe gab es zu sehen. Diese hatten schöne Körper und durchwegs für diesen Farbenschlag gute Bindenlage und gute Kopfpunkte. Bauchfarbe intensiver und Rücken gedeckter waren die Kritikpunkte. Hv-SVB errang Eisen mit einer feinen Jungtäubin.

             

Sächsische Schwalben in drei Farbenschlägen zeigte Wespel. Eine weißbindige die in der Farbe und Zeichnung gefallen konnte errang Hv-E. Fein die vier Weißgeschuppten mit einer herausragenden Jungtäubin die verdient V-EB errang. Alle Tiere hatten eine feine Grundfarbe mit reiner Schuppung. Teils könnten sie im Stand etwas tiefer sein. Zwei blaufahle Jungtäubinnen wovon eine in der Kopffarbe zu meliert war. Die andere hingegen sehr fein in der Schuppung und im Typ, sollte aber geschlossener im Fußwerk sein.

Rainer Barth präsentierte sechs blau-schwarzbindige und eine gehämmerte glattköpfige Flügeltaube. Schön der mit Hv-SVE herausgestellte Alttäuber und die gehämmerte Alttäubin mit Hv-SE. Teils könnten die Tauben mehr Brustfülle zeigen und die Schwingenfarbe durchgefärbter sein. Auch auf intensive Bindenfarbe muss geachtet werden. Die Bindenlage war recht ansprechend in dieser Kollektion.

Eine prima Vorstellung waren die acht kappigen Flügeltauben in schwarz mit weißen Binden von Dauner. Herausragende Typen mit klasse Kopfpunkten waren zu sehen. Auch die Bindenführung  und das abgerundete Fußwerk begeisterten. Noch lackreichere Farbe und reinere Binden waren die Hauptkritikpunkte. V-SVB auf 1,0alt und V-SVE auf 0,1 war der verdiente Lohn.

Vom gleichen Züchter stammten die acht kappigen blauen Flügeltauben mit weißen Binden. Wie schon bei den schwarzen waren auch hier sehr kräftige Typen mit feinen Binden und guter Grundfarbe zu sehen. Auch hatten die Tauben einen schönen schmalen, schwarzen und glatten Bindensaum. Probleme bereitet hier die durchgefärbte Oberschnabelfarbe und der Rosettensitz sowie teils noch breitere Latschenfedern. Klasse die beiden Alttäubinnen mit V-EB und Hv-SE von Dauner.

             

Weiter gab es drei rote und sieben gelbe Flügeltauben  mit weißen Binden zu sehen. Hier kämpften mehrere mit einer schönen breiten hoch angesetzten Haube. Die Köpfe sind einfach zu schmal und lang. Farblich waren die meisten recht gut. Wünsche lagen in längerer  und glatterer Bindenführung sowie volleres Fußwerk. HV-SE auf 0,1 alt in Rot für Wespel und Hv-SVE auf 0,1 alt in gelb an Reischl.

Die drei schwarz-weißgeschuppten Flügeltauben von Dauner glänzten im Typ, Fußwerk und Kopfpunkte, jedoch sollte die Schuppung reiner und gleichmäßiger sein. Die zwei rot-weißgeschuppten hatten eine gute Grundfarbe könnten aber etwas kräftiger sein und voller sowie schärfer in der Schuppung sein. Feine Schuppung und Grundfarbe zeigten die vier gelb-weißgeschuppten. Sie sollten jedoch im Fußwerk voller und in der Kappe breiter und höher sein. Hv-E auf eine 0,1 alt von Wespel.

Den Abschluss der Flügeltauben bildete eine sehr ordentliche Böhmische Flügelschecke die etwas gleichmäßiger und voller in der Zeichnung hätte sein können.

             

Der Reigen der Schildtauben begann mit 12 roten- glattköpfigen von zwei Züchtern. Kräftige Typen mit schön gezogenen Binden und meist lackreicher Farbe sowie feines Fußwerk zeigten diese. Binden reiner und Idee mehr Kopfrundung wurde vermerkt. V-SVB auf 1,0 alt sowie HvE auf 1,0 und 0,1 jung für Reischl. Stark präsentierten sich auch die fünf gelben Glattköpfe. Schöne Figuren mit gleichmäßiger Farbe und langen gezogenen Binden sowie abgerundetes Fußwerk zeigten diese. Hv-E auf 0,1 jung und Hv-Bild auf 0,1 alt errang Reischl. Zwei kappig gelbe Schildtauben von Reischl schenkten sich nicht viel und konnten durch kräftige Körper, guter Farbe und schöner Belatschung punkten. Hv-SE auf 1,0 jung.

Kräftige Tauben waren die fünf doppelkuppigen roten Schildtauben. Auch hatten sie schöne Farbe und gute Bindenlage. Teils sollte die Kappe höher sitzen und die Latschen zu den Geierfedern geschlossener sein. Hv-E auf 1,0 alt errang Maurer. 2 gelbe Schildtauben wovon eine nur 7 weiße Handschwingen hatte. Der anderen von Eckmüller wünschte man längere Binden.  Bei den vier rot-weißgeschuppten war eine feine Alttäubin mit V-EB von Maurer zu sehen. Sie verkörperte das Machbare in diesem Farbenschlag. Es verirrte sich eine ordentlich kappige rot-weißgeschuppte unter den doppelkuppigen. Drei gelb-weißgeschuppte hatten in einem feinen Jungtäuber mit Hv-E ausgezeichnet von Zimmer das beste Tier. Kräftige schöne Typen hatten diese, auch hier auf höheren Haubensitz achten. Auch bei den drei blau-weißgeschuppten von Zimmer war ein Jungtäuber mit feiner Schuppung und guter Grundfarbe zu sehen und wurde mit Hv-SE ausgezeichnet. Insgesamt kann ohne zu übertreiben gesagt werden, dass die Schildtauben in unserer Gruppe schon eine Augenweide sind.

             

Schön, dass Thomas Reister fünf Verkehrtfülgelfarbentauben in drei Farbenschlägen gezeigt hat. Gefallen konnten sie in der Zeichnung, Fußwerk und Größe. Die Haltung könnte waagerechter sein und teils die Brust voller. Auffallend waren die runden aber recht zierlichen Köpfe. Verdienter Lohn Hv-SE auf 0,1 alt in blau.

Ein tolles  Bild boten die 12 gemeldeten schwarzen kappigen Sächsichen Schnippen von Stadler, wobei zwei Tiere fehlten. Die anderen hatten ein sagenhaft gepflegtes Fußwerk, meist sehr feine Farbe und roten Augenrand, was natürlich wunderbar aussieht. Auch war die Figur und die Standhöhe in Ordnung. Teils sollte der Haubenkamm fester  und der Rücken gedeckter sein. V-SVB auf 0,1 alt und Hv-E auf 0,1 jung.

             

Die sechs  braunen Sächsischen Brüster von Vogel waren recht unterschiedlich. Teils sollte die Brust breiter sein und die Kopffarbe lackreicher. Auch die Fußbefiederung sollte voller sein. Die vier gelben Brüster von Münst waren in Typ und Zeichnung in Ordnung. Auf strafferes Halsgefieder, gedeckter im Rücken und volleres Fußwerk wurde vermerkt. Mit den gleichen Merkmalen waren die drei schwarzen Brüster von Albrecht ausgestattet. Es folgten neun blaue von Albrecht vorgestellt. Im Typ, Farbe und Zeichnung sehr ausgeglichen, auch hatten sie ein schönes Fußwerk das zu den Geierfedern geschlossen war. Noch gedeckter im Rücken und Halsfedern glatter waren die Wünsche. HV-E auf eine feine Jungtäubin die nur im Fußwerk vorne geschlossener sein konnte.

Den Abschluss bildeten zwei Glattköpfige und 15 Altdeutsche Mohrenköpfe mit Haube.  Die zwei schwarzen Glattköpfe von Münst konnten im Typ, Farbe und Zeichnung gefallen. Es folgten sieben schwarze mit Haube, diese waren sehr unterschiedlich im Aussehen. Teils hatten sie feine Farbe, guten Typ und schöne Latzzeichnung. Wünsche waren zu hoch angesetzte Hauben, nicht geschlossenes Fußwerk sowie aufgehellte Schwanzfarbe. Das mit dem Querscheitel ist und bleibt eine Eigenart, wo der Züchter einwenig mithelfen kann. Hv-SVB auf einen feinen Jungtäuber von Kollmann. Fünf blaue Altdeutsche von Münst präsentiert zeigten sehr guten Haubensitz und Scheitelung. Auch das Fußwerk war in Ordnung. Teils sollte der Rücken gedeckter und der Latz besser geputzt sein. Hv-Teller auf eine schöne Jungtäubin. Gefallen konnten auch die drei gelben Mohrenköpfe von Kollmann. Sie sind auf dem richtigen Weg und zeigen schon schöne Farbe und Zeichnung.  Hv-SVE auf eine hübsche Jungtäubin war der Lohn.

Bericht: Werner Reischl / Zuchtwart Gruppe Süd

Bilder: Bettina & Rainer Barth

        
         

 

 


+++ 20 Jahre - Gruppe Süd +++ 20 Jahre - Gruppe Süd +++ 20 Jahre - Gruppe Süd +++ 20 Jahre - Gruppe Süd +++ 20 Jahre - Gruppe Süd +++


  Einladung zur

Sommertagung des SV der Züchter Sächsischer Farbentauben von 1895

 

 

Tagungsort: Evang. Bildungszentrum Hesselberg

                      Hesselbergstraße 26, 91726 Gerolfingen

                      Tel.: 09854 - 100          www.ebz-hesselberg.de

 

Programm: Freitag,13.06.2014

                    Anreise zum Bildungszentrum Hesselberg

                   19.30 Uhr Käseseminar Schmalzmühle (mit Brotzeit/15 €)

 

                    Samstag,14.06.2014

                    07.15 Uhr     Frühstück

                    08.30 Uhr       Ausflug ins Fränkische Seenland, Altmühl- u. Brombachsee

                                         mit Reiseleitung, Fahrt mit der MS Brombachsee

                                         (Unkostenbeitrag ca. 25 €)

                    15.00 Uhr     Jahreshauptversammlung

                                               alternativ für nichtteilnehmende Personen - Besuch des Römermuseums Ruffenhofen, ca 4 km entfernt

                    19.00 Uhr     Abendessen (warmes Buffet, Fränkische Spezialitäten 22,70 €

                                         Bunter Abend

 

                    Sonntag,15.06.2014

                    7.15 Frühstück, danach Abreise

 

Über einen zahlreichen Besuch dieser Veranstaltung freuen sich insbesondere der Organisator Rainer Eisen sowie die Mitglieder des SV Sächsische Farbentauben - Gruppe Süd

 

 

 

 

  Alois Bögle

 

Am 03. Mai 2014 verstarb unser langjähriges Ehrenmitglied Alois Bögle im Alter von 89 Jahren.

Unser aufrichtiges Mitgefühl und Anteilnahme gelten seiner Familie.

Wir werden Alois stets ein ehrendes Andenken bewahren.

SV Sächsische Farbentauben - Gruppe Süd

 

 

 

 

 Gruppensonderschau 2013 in Untermaxfeld

 

Mit insgesamt über 160 ausgestellten Sächsischen Farbentauben unserer Gruppe Süd konnten wir recht zufrieden sein. Doch nicht nur die Quantität sondern auch die Qualität konnte durchaus überzeugen, denn immerhin konnten unsere beiden Preisrichter Rudi Stephan sowie Rainer Barth 11 mal die Höchstnote vergeben. Ihnen ein herzliches Dankeschön für die geleistete Arbeit.

Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei AL Karl Hudler und seinem Team vom GZV Donaumoos für die gute Organisation, Zusammenarbeit sowie der Unterbringung unserer Sachsen in 50iger Käfigen.

Ein ausführlicher Schaubericht folgt mit dem nächsten Rundschreiben bzw. zur Frühjahrstagung.

Maik Zimmer